Nervosität


Nervosität ist ein Allerweltsbegriff, der für viele psychischen Zustände zutrifft. Bei den einen äußerst sie sich nur in einem leichten Magenkribbeln, andere bekommen schweißnasse Hände, Herzflattern und Übelkeit. Doch diese Beschwerden lassen sich gut in den Griff bekommen.

Es ist, wie so oft im Leben: Wenn es der Psyche zu viel wird, dann schlägt sich das im Körper nieder. So auch die Nervosität. Wir würden sie ja gar nicht bemerken, bekämen wir nicht nasse Hände, poche nicht das Herz bis in den Hals und wäre da nicht dieses flaue Gefühl im Magen.

All diese Symptome sind auf eine Irritation des vegetativen Nervensystems zurückzuführen, sie sind der Ausdruck einer psychischen Überforderung. Z. B. können Leistungsanforderungen von außen zu hoch werden, oder es sind die eigenen Erwartungshaltungen, die Angst vor dem Unbekannten etc. Diese normale Nervosität legt sich wieder, wenn die Situation, auf die sie sich bezieht, vorüber ist.

Nervosität kann aber auch krankhaft sein und körperliche Ursachen haben. Wer also sehr oft nervös ist, sollte unbedingt den Arzt aufsuchen, um den Gesundheitszustand überprüfen zu lassen. Denn es gibt einige Störungen, die "nervöse" Begleiterscheinungen haben können: Schilddrüsenüberfunktion, Hirnhaut- oder Gehirnentzündung, Medikamentennebenwirkungen, Vitaminmangel, Stoffwechselerkrankungen, Hormonstörungen, Herzerkrankungen.

Kräuter helfen
Mutter Natur hat einiges zu bieten, um die Nervosität in den Griff zu bekommen. Was tatsächlich hilft, muss man ausprobieren, da jeder Mensch verschieden auf die diversen Substanzen anspricht.

• Melissentee: Überbrühen Sie 1 TL getrocknete Melissenblätter mit 250ml kochendem Wasser und lassen Sie den Tee 5 Minuten ziehen.
• Kräuterbad: Für leichte Fälle empfiehlt sich warmes 3/4 Bad mit Kräuterzusätzen wie Mellissenöl oder Baldrianextrakten.
• "Beruhigungsmittel": Verwenden Sie Kräuter (als Tee, Tropfen ö.ä.), die beruhigend wirken: Johanniskraut (bei Aufregung), Hopfen (besonders in den Wechseljahren), Passionsblume, Melisse (gut, wenn der Magen rebelliert), Baldrian (für den Gleichmut), Kava-Kava (gegen Angstzustände).


Was noch hilft

• Aktive körperliche Tätigkeit oder Arbeit.
• Vermeidung von Nikotin, Alkohol und Genußgiften.
• Ausgiebige Nachtruhe.
• Geistige Ablenkung durch Hobbys etc.
• Entspannungstechniken wie Autogenes Training.